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Plan-/Entwurfsverfasser Landschaftsarchitektur:
Fugmann Janotta Landschaftsarchitektur und Landschaftsentwicklung bdla, Berlin, Harald Fugmann, Martin Janotta

Mitarbeiter: Jörg Bresser, Carsten Iwan, Wolfgang Fiz, Diana Lehmann
weitere an der Planung Beteiligte: Wettbewerb 1995 mit Atelier Loegler – Architekten, Krakau
Bauleitung: Fugmann Janotta
am Bau Beteiligte: Gebr. Brodmann GbR, Rüdiger Brandenburg GmbH
Auftraggeber/Bauherr: Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch die Grün Berlin GmbH, und Bezirksamt Mitte von Berlin
Bearbeitungszeitraum: 2001 - 2010
Fertigstellung: 2010
Fotos: Fugmann Janotta



Juryurteil:

In einem langjährigen Entwicklungsprozess entstand auf dem Areal des ehemaligen Nordbahnhofes ein öffentlicher Raum mit sehr vielfältigen Strukturen. Jahrzehntelang unzugänglich im Mauerstreifen gelegen, konnte das Gelände seit 2002 Schritt für Schritt wieder mit der Umgebung vernetzt und als ökologisch sowie sozial aktivierter Raum der Stadt zurückgegeben werden.

Im Zuge der Realisierung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen konzipierten die Verfasser mit einfachen Mitteln ein „Grünes Gerüst“ aus extensiv bewirtschafteten Wiesen- und Gehölzflächen, welches dem Park eine lebendige, fast naturhafte Grundstimmung verleiht. Weites Offenland und dichter Aufwuchs wirken raumbildend und entwickeln eine große atmosphärische Kraft. An stadträumlich wichtigen Orten sind in diese Strukturen intensive Nutzungen eingebettet, die den Park vor allem für die Freizeit- und Erholungsansprüche der Stadtbewohner öffnen. Dabei ist es in überzeugender Weise gelungen, die sich im Grunde konkurrierend gegenüberstehenden Aspekte von Ökologie und intensiver Parknutzung in einem Gesamtkonzept zu vereinen. So finden sich Bereiche, die durch einfache Abgrenzungen vor dem Betreten geschützt werden, neben hoch frequentierten Sport- und Spielflächen.

Mit besonderer Aufmerksamkeit widmeten sich die Verfasser den Eingangsbereichen des Geländes. In geschickter Weise wurden hier Entreesituationen geschaffen, die den Park in den wieder zusammenwachsenden Stadtraum einweben und vor allem für die Querbeziehungen wichtige Orientierungspunkte darstellen.

Wie auch im Konzept zeigt sich in der Ausbildung der Details eine hohe gestalterische Qualität. Mit großer Aufmerksamkeit wurden Fragmente der früheren Bahnanlagen sowie der ehemalige Mauerverlauf aufgespürt und in einer sehr selbstverständlichen Weise eingebunden. Neu hinzugefügte Elemente zeigen sich in einer modernen Formensprache, die die Unterschiedlichkeit der Orte und Nutzungen in ästhetische Bilder übersetzt.

Auf diese Weise ist es gelungen, den Park am Nordbahnhof zu einem hoch attraktiven Stadtpark zu entwickeln, der in beispielhafter Weise die Instrumente zeitgenössischer Stadtplanung zur prozessualen Inwertsetzung öffentlicher Räume einsetzt.

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