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© Birgit Hammer • Landschafts.Architektur

 

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Plan-/Entwurfsverfasser Landschaftsarchitektur:
Birgit Hammer Landschafts.Architektur, Berlin,
Birgit Hammer, Landschaftsarchitektin


Mitarbeiter: Ulrike Brinsa, Claudia Hilt, Carine Kandjee
weitere an der Planung Beteiligte: AFF Gesellschaft von Architekten, Berlin/Chemnitz
Bauleitung: AFF Planungsgesellschaft mbh, Birgit Hammer Landschafts.Architektur, Berlin
am Bau Beteiligte: Andreas Adam GmbH, Straßen-, Tief- und Verkehrsbau
Auftraggeber/Bauherr: Stadt Freiberg, Dezernat Stadtentwicklung, Hochbauamt
Bearbeitungszeitraum: 2007 - 2009
Fertigstellung: 2009
Fotos: Birgit Hammer Landschafts.Architektur



Juryurteil:

In der alten Bergbaustadt Freiberg in Sachsen ist das aus dem Mittelalter stammende, mehrfach umgebaute Schloss Freudenstein, das zwischenzeitlich als Hospital, Gefängnis und Getreidespeicher gedient hat, saniert und zum Sächsischen Bergarchiv und Mineralien-Museum ausgebaut worden. Bei der Gestaltung der beiden Höfe und des Grabens vor dem Schloss hat die Landschaftsarchitektin Birgit Hammer ein sicheres Gespür für die Eigenwilligkeiten der steinernen Architektur, für den Inhalt des neuen Museums wie für die Dimensionen der beiden Höfe bewiesen. Im Alten Schlosshof, der jetzt als Wirtschaftshof dient, wurden die alten Umfassungsmauern, der Wehrturm und die historischen Treppenanlagen stilgerecht restauriert. Der Boden ist so mit gebrauchtem Sandsteinpflaster, die Ränder entlang der restaurierten Mauer aber mit  wiederverwendetem altem Wildpflaster belegt, dass sich eine schöne Synthese aus Alt und Neu ergibt.

Dem Neuen Schlosshof hat die Landschaftsarchitektin mit hellen Granitplatten, die großflächig bekannte Kristallformen nachbilden und in rötlichen Gussasphalt eingelassen sind, ein höchst prägnant gemustertes Aussehen gegeben, das farblich und strukturell wunderbar mit den Fassaden der rahmenden Bauten kommuniziert und darum das Versprechen, als „horizontale“ oder „fünfte“ Fassade wirksam zu werden, bestens einlöst. Außerdem wurden die Grundrisse der bei den archäologischen Ausgrabungen entdeckten früheren Gebäude im Boden mit eingelassenen Messingplättchen nachgezeichnet.

Außerhalb der beiden Höfe, im Bereich der Wehranlagen, die das Schloss von der Innenstadt trennen, hat sich Birgit Hammer auf die Restaurierung der Mauern und auf eine schlichte Begrünung des Schlossgrabens beschränkt, was dem Baudenkmal einen wirkungsvollen Auftritt im Stadtbild verschafft. ufmerksamkeit wurden Fragmente der früheren Bahnanlagen sowie der ehemalige Mauerverlauf aufgespürt und in einer sehr selbstverständlichen Weise eingebunden. Neu hinzugefügte Elemente zeigen sich in einer modernen Formensprache, die die Unterschiedlichkeit der Orte und Nutzungen in ästhetische Bilder übersetzt.

Auf diese Weise ist es gelungen, den Park am Nordbahnhof zu einem hoch attraktiven Stadtpark zu entwickeln, der in beispielhafter Weise die Instrumente zeitgenössischer Stadtplanung zur prozessualen Inwertsetzung öffentlicher Räume einsetzt.

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