© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Mark Pflüger • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

 

© Leonard Grosch • Atelier Loidl

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Entwurfsverfasser Landschaftsarchitektur:
Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH

Mitarbeiter: Felix Schwarz, Andreas Lipp, Claudia Köllner, Leonard Grosch, Bernd Joosten
Fachplaner/Bauleitung: BBS Landscape Engineering GmbH, Grundbauingenieure Steinfeld und Partner Beratende Ingenieure mbB, Sellhorn Ingenieurgesellschaft mbH, Umtec.Hilpert Projektsteuerung
am Bau beteiligte Firmen: Wiese und Suhr Garten- und Landschaftsbau GmbH, Baumschule Lorberg und Bruns-Pflanzen-Export, Eggers Umwelttechnik GmbH, Johann Bunte Bauunternehmung GmbH und Co.KG
Auftraggeber/Bauherr: HafenCity Hamburg GmbH
Bearbeitungszeitraum: 2012 - 2018
Fläche: ca. 1,6 ha
Planungs-/Baukosten: rund 15,3 Mio. Euro



Juryurteil:

Im Zuge der städtebaulichen Entwicklung des Hamburger Baakenhafens wurde eine künstliche Halbinsel konzipiert, die als ein öffentlicher Freiraum dem stark verdichteten Quartier zugeordnet ist. Der landschaftsarchitektonische Entwurf definiert in dieser Ausgangslage eine topografische Figur, die trotz der wassertechnischen Rahmenbedingungen eine große Eigenständigkeit aufweist. Durch die abwechslungsreiche Formung der Uferkante entwickelt sich eine lebhafte Geometrie im Kontrast zur Einfachheit des Hafenbeckens.

Auch die innere Gliederung in drei „Plateaus“ folgt diesem rhythmischen Duktus und lässt individuell geformte Räume entstehen. Konsequenterweise wird der Gedanke auch in die dritte Dimension übertragen, mit dem „Himmelsberg“ wird ein prägnanter Aussichtspunkt geschaffen. Neben dem formalen Ansatz erklärt sich der Entwurf in einer poetischen Art aus dem besonderen Ort und stellt auch Bezüge zur umgebenden Kulturlandschaft her.

Bemerkenswert ist das Nutzungskonzept, welches trotz eines sehr vielfältigen Angebotes an Spiel- und Sportmöglichkeiten auch Raum für ruhige Erholung und das Erleben der weiten Perspektiven lässt. So erwachsen aus topografischer Dramatik und funktioneller Verdichtung eindrückliche räumliche Szenerien, die ihresgleichen suchen. Dies wird durch die sorgfältige Auswahl der Gehölze unterstützt, welche in ihrer atmosphärischen Komposition von der Landschaft des Elbraumes inspiriert sind.

Auch in der Gestaltung von Oberflächen und Ausstattungselementen lässt sich eine große Spiel- und Experimentierfreude der Verfasser ablesen. Mit viel Liebe zum Detail wurden individuelle Objekte entworfen, die teilweise einen skulpturalen Charakter ausstrahlen. Auch hier wird der Gedanke sichtbar, auf begrenztem Raum eine Vielfalt von Angeboten zu schaffen und somit den sehr unterschiedlichen Anforderungen an einen zeitgenössischen Freiraum gerecht zu werden.

Insgesamt ist dieser Entwurf eine richtungweisende Arbeit, die sich sehr selbstbewusst den aktuellen planerischen Herausforderungen stellt. Trotz des sehr spezifischen Ortes werden Ansätze aufgezeigt, die eine beispielhafte Allgemeingültigkeit besitzen und somit wichtige Anstöße zur Entwicklung der Landschaftsarchitektur geben.

 

Projekterläuterung:

Die Sehnsuchtsinsel Baakenpark ist das grüne Zentrum der bis 2024 entstehenden östlichen HafenCity. Die 1,6 ha große, aus Elbsand künstlich aufgeschüttete Halbinsel befindet sich inmitten des ehemaligen Hafenbeckens Baakenhafen, das durch lineare Kanten, stählerne Ufereinfassungen und steinerne Promenaden gekennzeichnet ist. Mit seiner wilden Uferlinie, den grünen Böschungen bis ans Wasser sowie seiner charakteristischen Topografie bildet der Park eine atmosphärische Gegenwelt zu seiner Umgebung. Ein Park, der zum Entdecken einlädt und sich erst beim Durchwandern erschließt. Ein Park mit vielfältigen Angeboten für alle Besucher, mit belebten Treffpunkten, weiten Liege- und Spielwiesen, aber auch mit ruhigeren, entlegenen Orte.

Der Baakenpark weist eine markante Topografie mit mehreren, unterschiedlich hohen Plateaus auf. Der Himmelsberg als weithin sichtbarer Aussichtspunkt bildet dabei am östlichen Ende der Halbinsel die höchste Erhebung. Den Besuchern bieten sich beim Erkunden des Parks überraschende Perspektivwechsel und abwechslungsreiche Ein- und Aussichten. Der Park bietet als Grünfläche Erholung mit vielfältigen Sport-, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten und ist optisch-ästhetischer Bezugspunkt inmitten des Hafenbeckens. Die Brücke vom Versmannkai in den Baakenpark stellt für Fußgänger und Radfahrer eine direkte Verbindung zwischen den nördlich und südlich des Hafenbeckens gelegenen Teile des neuen Stadtquartiers her. Die Halbinsel selbst wird durch einen umlaufenden Weg entlang der Uferböschung erschlossen.

Aufgrund der besonderen Anforderungen an den Hochwasserschutz wurden die Spiel- und Grünflächen des Parks auf drei erhöhten Plateaus angelegt. Die drei Plateaus unterscheiden sich in ihren Nutzungen und Atmosphären deutlich voneinander: Im Westen der Halbinsel liegt der Sport- und Spielbereich, die mittlere Ebene bietet eine Spiel- und Liegewiese mit einer in der Böschung liegenden Tribüne, im Osten erhebt sich abseits des Trubels als krönender Abschluss der Himmelsberg.

WESTLICHES PLATEAU
Gleich am Eingang des Parks präsentiert sich das Inselsofa als Treffpunkt - eine imposante, hölzerne Sitzlandschaft, auf der man sitzen, aber auch liegen kann. Oberhalb davon thront der Treibgut-Spielplatz. Scheinbar wahllos liegen Holzkisten und Balken wie angeschwemmt im Sand. Unterschiedliche, begehbare Themenkisten werden von den Kindern spielend entdeckt. Ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen für den Freizeit- und Schulsport ergänzt das Angebot.

MITTLERES PLATEAU
Mit seiner weitläufigen Rasenfläche unter Obstbäumen lädt das mittlere Plateau die Besucher zum Picknicken ein. In exponierter Lage stehen drei große Himmelsschaukeln sowie eine geschützt zwischen Bäumen gelegene und leicht vertiefte Fläche mit generationenübergreifenden Trainingsgeräten. Die nördliche Böschung des Plateaus ist mit einer großzügigen Sitzstufenanlage ausgestattet. Erhöht, mit Blick auf das Hafenbecken und den gegenüberliegenden Versmannkai entsteht ein attraktiver Aufenthaltsort, der auch für kleinere Veranstaltungen als Tribüne genutzt wird. In unmittelbarer Nähe zur neu geplanten Grundschule und Kita befindet sich eine 100m-Laufbahn. Der EPDM-Belag der Laufbahn weitet sich über eine flache Böschung zu einer vielfältig nutzbaren Spielfläche inklusive eines Streetballplatzes.

ÖSTLICHES PLATEAU
Im östlichen Teil erhebt sich der Himmelsberg. Er bildet den weithin sichtbaren, markanten Abschluss des Parks und fügt sich harmonisch in das pittoreske Landschaftsbild der Halbinsel ein. Pyramidenartig fällt der 15 Meter hohe Berg an drei Seiten steil ab, Gräsermatten und ein Röhrichtgürtel hüllen ihn in ein grünes Gewand. Über eine in die flache Böschung des Berges eingeschnittene Treppe gelangt der Besucher auf eine Aussichtplattform. Sie bildet den krönenden Punkt des Himmelsberges und belohnt mit einen rundum Blick über den Hamburger Hafen abseits des Trubels.

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