© Klaus Leidorf • Klaus Leidorf

 

© Helmut Wartner • Helmut Wartner

 

© Helmut Wartner • Helmut Wartner

 

© Helmut Wartner • Helmut Wartner

 

© Überwachungskamera • Q-CELLS

 

© Helmut Wartner • Helmut Wartner

 

© Klaus Leidorf • Klaus Leidorf

 

© Klaus Leidorf • Klaus Leidorf

 

© Klaus Leidorf • Klaus Leidorf

 

© Klaus Leidorf • Klaus Leidorf

 

© Helmut Wartner/Klaus Leidorf • Helmut Wartner/Klaus Leidorf

« zurücknächstes »



Plan-/Entwurfsverfasser Landschaftsarchitektur:
Wartner & Zeitzler Landschaftsarchitekten bdla und Stadtplaner, Landshut, Helmut Wartner und Rupert Zeitzler

Mitarbeiter: Martin Spägele, Andrea Huber
Weitere an der Planung Beteiligte: Krinner Architekten, Straubing (Bauleitplanung)
Bauleitung: Helmut Wartner
Bauherr: Firma Q-Cells, Bitterfeld
Bearbeitungszeitraum: 06/2009-11/2009
Fertigstellung: 2009
Fotos: Wartner & Zeitzler



Juryurteil:

Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien sind ein hochaktuelles Thema mit steigender Bedeutung in der Zukunft. Dass Standortentscheidungen aus ökologischer, ästhetischer und sozialer Sicht der planerischen Steuerung bedürfen, ist offensichtlich. Die Standortfrage muss hier aber ausgeklammert werden. Auf der Ebene des Einzelobjektes wird beim Solarfeld Gänsdorf in Niederbayern exemplarisch deutlich: Landschaftsarchitekten können den Blick der Flächeneigentümer und Investoren im Sinne einer Multifunktionalität der Anlage und Integration in das Siedlungsgefüge erweitern, den Eingriff in Natur- und Landschaftsfunktionen reduzieren, sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen konzipieren und die Akzeptanz in Bevölkerung und Politik fördern.

Das Solarkraftwerk entstand auf ackerbaulichen Wirtschaftsflächen in Hofnähe. Das Netz von Flurwegen wird beibehalten, es gliedert die Einzelflächen und dient der Erschließung und Erholung. Feldhecken und Obstgehölze als wertvolle Biotopstrukturen reichern die Flur an, das Obst kann künftig der Verwendung zugeführt werden. Naturhaushalt und Landschaftsbild sind innerhalb der Solarflächen zusätzlich durch artenreiche Wiesen bereichert, ein öffentlicher Aussichtspunkt ist eingerichtet. Von dort kann ein kritischer aber auch durchaus positiver Blickwinkel auf das Stück „Energielandschaft“ eingenommen werden – eine Alternative zu intensivem Pflanzenanbau für Treibstoff- oder Biogasgewinnung.

Die Gesamtanlage ist entfernt von Ortslagen, hat Abstand zu Nachbarhöfen und archäologischen Kulturdenkmalen. Sie bleibt aber planerisch letztlich auf der Ebene des Einzelprojektes und der dafür verfügbaren Flächen. Dies zeigt sich zum Beispiel in der Nachzeichnung der Produktionsflächenkonturen durch abschirmende Feldhecken. Hier wäre der nächste notwendige Schritt das Hinausdenken in die gesamte Flur, in die Landschaft als multifunktionales, vernetztes System und eine gemeinsame Bestimmung sinnvoller weiterer Flächen für erneuerbare Energien durch alle Akteure.

 Nach oben  •  Startseite  •  Drucken  •  Impressum  •  Datenschutzerklärung

schließen [x]