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Transformation eines alten Vierkanthofes zu einem ländlichen Wohnsitz in niederrheinischer Landschaft

NRW

Ein über Jahre verwahrloster Hof bedurfte nach Eigentümerwechsel einer grundlegenden Überarbeitung. Der Abriß einer an das ursprüngliche Gebäude angrenzenden Reithalle bot die Gelegenheit, einen weiträumigen Garten zu gestalten, der die umgebende niederrheinische Landschaft miteinbezieht. Eine bestehende Baumreihe entlang der ehemaligen Reithalle bildet nun eine natürliche Raumkante für den Garten. Sie wurde ausgelichtet, um den Blick vom Haus in die tiefergelegene Landschaft zu öffnen. Die dadurch sichtbaren angrenzenden Wiesen und Weiden wurden durch das Hinzufügen von standortgerechten Bäumen in das Gesamtkonzept mit einbezogen. Verwendet wurden Eichen, Buchen, Ahorn und Silberweiden sowie Haselnußsträucher, Schlehen und Strauchkastanien. Eine großzügige Rasentreppe verbindet den oberen mit dem unteren Teil des Gartens, der durch einen kleinen Rundweg erschlossen wird.
Der obere Gartenteil wird durch eine große ellipsenförmige Wasserfläche bestimmt und ist von Gräsern, Stauden und Zwiebelgewächsen eingerahmt, die den natürlichen Pflanzencharakter aus dem unteren Teil mit dem oberen Teil verbinden.
Der ans Haus angrenzende Küchengarten bietet eine zusätzliche Note: Kräuter und Blumen in Töpfen erinnern zusammen mit aus dem ehemaligen Bauernhof stammenden Utensilien und Gefäßen an die ehemalige Nutzung des Hofes.
Der Innenhof des ehemaligen Vierkanthofes wurde in ein Atrium verwandelt, das mit einem Feld aus Ilex-Kuben bepflanzt und durch Gleditsien beschattet wird. Er erzeugt den Eindruck einer die ursprüngliche Schwere des Gebäudes auflösenden Leichtigkeit.
Nicht nur für die Bewohner ist der Garten ein Ort der Ruhe und Kontemplation. Das gesamte Ensemble verbindet zudem ästhetischen Anspruch mit ökologischen Anforderungen. So wurden auf dem Gelände vorhandene Steine, Platten und Balken bei der Gestaltung von Sitzplätzen, Mauern und Stegen mit einbezogen. Das Aufgreifen der vorhandenen Vegetation sowie die Öffnung für die Tierwelt aus den angrenzenden Wiesen tragen dazu bei, das Ensemble auf natürlich anmutende Weise in das niederrheinische Umfeld zu integrieren.


Feuerstelle mit Landschaftsteil im Hintergrund © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Sitzplatz in der Wiese mit Holztischen, Bänken und Hockern. Pflaster mit Kräutern wie Thymian und Kamille überwachsen © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Rasentreppe mit seitlicher Bepflanzung durch Schattenstauden © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Steg am Teich mit geöffneten Blicken in die Landschaft © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Weg mit Rasenfugen in Richtung Rasentreppe mit Felder aus Ziergräsern und Allium © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Oberer Garten vor der Westfassade mit Teich und Alliumwiese © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Gräser und Staudenfläche mit Findlingen und Pflasterstreifen an der Westseite © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Innenhof Nord-Süd Ausrichtung © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Küchengarten mit Arrangement von Töpfen und Fundstücken © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Terrasse im Innenhof © Ferdinand Graf von Luckner, WKM Landschaftsarchitekten GmbH, 2022


Entwurfsverfasser:innen
Klaus Klein
WKM Landschaftsarchitekten GmbH

Mitarbeitende
Simon Strommenger ,WKM Landschaftsarchitekten
Malgorzata Kujawska , WKM Landschaftsarchitekten


Fachplanung / Bauleitung
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am Bau beteiligte Firmen
Cremers Galabau Korschenbroich


Auftraggebende | Bauherrschaft
Privat

Bearbeitungszeitraum
2019-2022

Planungs- / Baukosten